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Tag 6 – Die Kajaktour, die nie stattfand

Halli Hallo Hallöchen!

Ja, wir melden uns nach einer kleinen Pause zurück. Die Gründe? Sonne, Wein… all sowas. Aber jetzt sind wir wieder da – bereit, von einem weiteren Tag voller grandioser Pläne und spontaner Improvisation zu berichten.


Kap Kamenjak – Das Schotterpisten-Abenteuer

Da wir gestern schon wussten, dass die geplante Kajaktour wetterbedingt ins Wasser fallen würde (höhö), haben wir stattdessen J.’s Tipp verfolgt und uns auf den Weg zum Kap Kamenjak gemacht – dem südlichsten Zipfel Istriens.

Wunderschön!
Drückend heiß!
Und für läppische 10 Euro darf man auf abenteuerlichen Schotterpisten mit atemberaubenden Geschwindigkeiten von 10–20 km/h durch das Naturschutzgebiet rumpeln.

Navigation?
Schilder? Eher so mittelmäßig.
Straßen? Nur bedingt als solche erkennbar.
Google Maps? Zum Glück verlässlich.

Aber am Ende fanden wir uns zurecht – zumindest bis zu dem Punkt, an dem wir aussteigen mussten.


Auf der Suche nach dem Meer

Also, wir standen nun da. Im Auto mit Klima. Und vor uns ein riesiger Berg.

Und die Frage: „Wo ist das Meer?!“

Half ja nix – hoch da.

Und hat sich das gelohnt? Aber hallo! Vor uns tat sich ein reines, unendliches Blau auf – Himmel und Meer in perfekter Harmonie. Wir wussten: Da müssen wir hin.

Problem: Kein Weg.

Etwas verdattert drehten wir um, nur um dann festzustellen – hier standen ja überall Autos?! Es MUSSTE also irgendwo einen Weg geben.

Just in diesem Moment ließ El Taco einen seiner legendären Instinkte spielen.

👉 „Ich rieche Alkohol.“
👉 „Ich irre mich nie.“
👉 „Folgt mir.“

…und weg war er.

In einer Art Küsten-Mais-Bambus-Wald. 🤨

Wir hinterher.

Und tatsächlich – der verdammte Wald hatte Gänge.
Gänge zu:
✔ Gemütlichen kleinen Bambuslogen.
✔ Einem Spielplatz mit Rollenrutsche.
Einer BAR.

Alter Verwalter. El Taco strikes again.
(Warum riecht er Alkohol auf 50 Meter Entfernung? Wir werden es nie erfahren.)

Aber da wir ja mit dem Auto da waren, blieb die Bar vorerst unbesucht. Dafür fanden wir endlich den Weg zum Meer.


Ruhe in Frieden, Strohhut Uwe

Typisch kroatische Küste: Kein Sandstrand, nur Felsen.
Aber: Die Brandung! Die Gischt! Atemberaubend.

Und dann passierte es.

Eine Tragödie epischen Ausmaßes.

Ein fieser Windstoß entriss mir meinen heißgeliebten Strohhut Uwe.
Ein letztes Aufbäumen.
Ein verzweifelter Blick.
Dann wurde er von den Wellen erfasst – und gegen die Felsen zerschmettert.

Machs gut, Uwe. 😔🕊

Zum Glück hatte ich noch einen Hut dabei. (Den nennen wir aber nicht Uwe. Zu schmerzhaft.)


Plan B: Bootstour statt Kajaktour

Nach dieser emotionellen Zerreißprobe verließen wir diesen schönen, aber nunmehr tragikbehafteten Ort und fuhren zum Strand, wo unsere ursprüngliche Kajaktour starten sollte.

Fazit: Schön wars!

Kurzerhand entschieden wir uns, doch noch ins Wasser zu springen, bevor es weiter zum nächsten Highlight ging:

18:00 Uhr – Sonnenuntergangs-Delfintour!


Delfine? Nö. Wein? Ja!

Fix nach Hause.
Umziehen.
Wein einpacken.
Ab zur „Vagabond“!

Ein Crewmitglied kam zu uns, fing an, etwas zu erklären, stutzte dann und fragte auf Deutsch:

👉 „Wart ihr nicht gestern schon hier?“
👉 „Jupp.“
👉 „Aber warum?!“
👉 „Naja, gestern war die Panoramatour. Heute Delfine. Außerdem fahren wir gerne Boot.“

Er grinste nur und wünschte uns viel Spaß.

Und dann – das große Highlight der Tour:

Wir haben exakt 0 Delfine gesehen.

Aber wir hatten 2 Flaschen Wein dabei und hätten ehrlich gesagt eh keinen Delfin mehr wirklich wahrgenommen.

Dafür war Nico (der Typ von vorhin) ein Ehrenmann:
👉 „Morgen einfach nochmal mitfahren – umsonst! Ihr mögt ja anscheinend Boote.“

Deal.


Nächtliche Eskapaden

Auf dem Schiff hatten wir uns noch mit zwei englischen Touristinnen verabredet, um nach der Tour was trinken zu gehen.

Problem: Wir hatten Vorsprung.

Und die beiden mussten sich zurückhalten – ihr Flug ging am nächsten Morgen.

Trotzdem verbrachten wir einen lustigen Abend in unserer Lieblings-Caffé-Bar – bis wir um 1 Uhr rausgekehrt wurden.

Unsere Wege trennten sich dann, und wir torkelten ins Bett.
Das war nötig.


Fazit des Tages:

Kajaktour abgesagt? Kein Ding – Boot geht auch!
Kap Kamenjak? Atemberaubend – aber nix für tiefergelegte Fahrzeuge.
El Taco riecht Alkohol mit unheimlicher Präzision.
R.I.P. Strohhut Uwe. Gone but not forgotten.
Nico ist unser neuer Lieblings-Crewmember.

Und zuletzt noch ein Reisetipp für alle Bootstouren-Fans:
„All-Inclusive“ heißt nicht „guter Wein“ – bringt euren eigenen mit! 🍷

Das wars dann auch schon – mit zwei Tagen Verspätung, aber hey: Die Zeit fliegt hier einfach.

In diesem Sinne:

Stvarno moram piškiti! 😆

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